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Heckenschnitt: Der richtige Zeitpunkt für Thuja, Liguster und Buche

4 Min. Lesezeitvon Maxim Feldhinkel
Heckenschnitt mit Profigerät

Foto: Aleksander Dumała / Pexels

Der Heckenschnitt ist in Deutschland zwischen dem 1. März und dem 30. September gesetzlich stark eingeschränkt. § 39 Bundesnaturschutzgesetz verbietet in diesem Zeitraum starken Rückschnitt, um Brutvögel zu schützen. Erlaubt bleibt nur der schonende Form- und Pflegeschnitt. Wer das ignoriert, riskiert Bußgelder bis 50.000 €.

Ligusterhecken vertragen zwei Schnitte pro Jahr: Ende Juni (nach der Hauptwachstumsphase) und Ende August. So bleibt die Hecke dicht, verkahlt nicht und behält ihre Form über den Winter.

Thuja (Lebensbaum) ist empfindlicher. Ein kräftiger Rückschnitt im Frühjahr vor dem Austrieb (Ende Februar) funktioniert am besten. Ins alte Holz schneiden ist bei Thuja problematisch — sie treibt kaum nach. Deshalb lieber regelmäßig formen, nicht radikal kürzen.

Buchen- und Hainbuchenhecken sind die dankbarsten: Ein Schnitt im Juni (vor Johanni, 24. Juni) reicht. Die Hecke treibt danach noch einmal aus und geht dicht in den Herbst.

Eiben und Kirschlorbeer werden am besten im späten August geschnitten — so bleibt die Schnittwunde nicht lang offen und die Pflanzen bleiben dicht.

Praxis-Tipp für Flensburg: Durch den Küsteneinfluss wachsen viele Hecken stärker als im Binnenland. Wir empfehlen Hausverwaltungen und Eigentümern entlang der Förde einen zweiten Sommerschnitt bei Liguster und einen jährlichen Formschnitt bei Thuja — sonst verlieren die Hecken schnell ihre Kontur.

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